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Whistleblowing ...

... stammt aus dem angelsächsischen und bedeutet so viel wie: die (Alarm-) Pfeife blasen, oder "Alarm schlagen".
Whistleblower sind demnach Menschen, die auf Missstände aufmerksam machen bzw. Missstände anprangern.
Dies muss nicht erst in der Öffentlichkeit (externes Whistleblowing), sondern kann auch unternehmensintern (internes Whistleblowing) geschehen.

Während in den USA oder Großbritannien das Whistleblowing oder der Whistleblower durchaus ein positiv besetzter Begriff ist, wird er in Deutschland häufig mit "Informant" oder "Denunziant" gleichgesetzt.

Während es in den USA oder Großbritannien Schutzgesetze und Schutzorganisationen für Whistleblower gibt, wird in Deutschland gerade mal über eine gesetzliche Regelung nachgedacht (sog. "Informantenschutz" Entwurf § 612a n.F. BGB; s.
hier) und der Whistleblower ist eher ein "unangenehmer Zeitgenosse".

Dagegen steht die Meinung, dass Whistleblower Menschen sind, die Zivilcourage besitzen, Missstände aufzuzeigen und so helfen, Schaden von Unternehmen und der Gesellschaft abzuwenden.

Für Unternehmen und Organisationen kann es sinnvoll sein, Möglichkeiten zu schaffen, dass Mitarbeiter Missstände intern zur Sprache bringen können, ohne irgendwelche Nachteile zu befürchten (Installation eines Risikomanagements).

Meist sind es langjährige loyale Mitarbeiter, die irgendwann den Spagat zwischen Loyalität und Missständen nicht mehr aushalten. Häufig haben sie versucht ihre Probleme vorsichtig zum Ausdruck zu bringen und wurden "überhört" oder haben den Eindruck gewonnen, dass sie nicht ernst genommen werden. Vielfach machen Sie auch die Erfahrung, dass ihnen unmissverständlich klar gemacht wird, dass sie sich auf dünnem Eis bewegen und besser nicht weiter über das Problem/den Missstand reden.
Dieser Umgang mit besorgten Mitarbeitern (und darum handelt es sich bei Whistleblowern in der Regel) führt zu einer Atmosphäre des Misstrauens und meist zur "inneren Kündigung" des Mitarbeiters.
Im schlechtesten Falle führt das zu Mobbing des betreffenden Mitarbeiters und zum Ausscheiden aus dem Unternehmen.

Aber damit ist niemand wirklich gedient.

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Unternehmen und Organisationen können im Gegenteil, aus der Bereitschaft der Mitarbeiter, Missstände nicht hinzunehmen, sondern anzusprechen, wichtige Erkenntnisse über die Risikosituation des Unternehmens/der Organisation gewinnen und diesem Risiko mit geeigneten Managementmassnahmen begegnen.

Wenn sich eine (externe) Whistleblowing-Situation abzeichnet ist dies in erster Linie ein Hinweis für das Unternehmen/die Organisation, dass eine ernstzunehmende Kommunikations- und Vertrauenskrise besteht. D. h. der oder die betreffenden Mitarbeiter haben keine geeigneten Wege/Möglichkeiten gefunden ihrer Besorgnis Ausdruck zu verleihen.
Selbst dann, wenn das Anprangern von Missständen eher ein "Racheakt" (z. B. wegen empfundener ungerechter Behandlung etc.) sein könnte, zeigt es auf Schwächen in der internen Unternehmenskommunikation hin. Diese zu erkennen (vielleicht schon bevor es zu einer Whistleblowing-Situation kommt) hilft Unternehmen/Organisationen ihre Kommunikationsstruktur zu verbessern und somit Whistleblowing-Situationen vorzubeugen.

Weitere Informationen zum Thema:
Wikipedia [
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