Wenn es auf Weihnachten zugeht, ...
09/11/09 08:48 Abgelegt in:
• by the way... werden wieder alle zu Kindern.
Quer Beet durch meine gesamte Timeline bei Twitter melden sich erwachsene Menschen bei Twichtel an, damit sie beim wichteln dabei sind.
Kennen Sie wichteln? Das ist das Spiel, das häufig auf Weihnachtsfeiern durchgeführt wird. Vorher zieht jeder einen Namen und muss für diese/n Kollegin/Kollegen ein kleines Geschenk kaufen und einpacken. Auf der Weihnachtsfeier werden diese Geschenke dann ausgepackt und jede/r versucht zu erraten, von wem dieses Geschenk ist. Denn das ist der Clou des ganzen Spiels: Der Beschenkte weiß nicht von wem er beschenkt wurde.
Das kann erheiternd und witzig sein oder aber frustrierend und unangenehm und das für den Beschenkten oder den Schenkenden gleichermaßen.
Der Schenkende versucht aus den Augenwinkeln heraus festzustellen, ob sein Geschenk angekommen ist, er beobachtet, wie der Beschenkte reagiert: Freut er sich?, Hat man die richtige Wahl getroffen? oder zieht er ein Gesicht und man merkt, dass man meterweit daneben lag.
Der Beschenkte wiederum weiß, dass er beobachtet wird. Also wird er sich aufrichtig freuen, wenn es ein Geschenk ist, das ihm zusagt oder aber er wird Freude heucheln, weil er weiß, dass das erwartet wird.
Nun gibt es ja auch Zeitgenossen, die zum wichteln in die "Das-wollte-ich-schon-immer-los-werden-Kiste" greifen und den hässlichen Gartenzwerg, die dämliche Leselupe, den kitschigen Wandteller oder was diese Kiste sonst noch so bereithält, herausnehmen schön verpacken und so entsorgen.
Und es gibt die Zeitgenossen, die das wichteln als Feld der Rache begreifen. Da kann schnell mal der Kollege, der immer so starken Mundgeruch hat in den Besitz von Mundwasser und Zahnpasta, die Kollegin, die häufig nach Schweiß riecht, zu einem Stück Seife kommen und der Vorgesetzte erhält mal schnell ein Taschenbuch über gute Führung.
Treten diese Witzbolde vermehrt auf, dann ist die Weihnachtsfeier gelaufen und spätestens nach 23:00 h geht's an's Eingemachte.
Also denken Sie daran, wenn in Ihrem Kollegenkreis gewichtelt wird: Bleiben Sie fair, überlegen Sie einen Moment länger über eine spontane Idee für ein Geschenk nach. Wichteln soll Freude bereiten, keine Häme verbreiten. Und bedenken Sie, mit der Zeit wird klar, wer wem was geschenkt hat!
Nun aber zurück zum Ausgangspunkt, Wichteln via Twitter? Wichteln via Internet? Wichteln virtuell? Wichteln 2.0?
Da wird sich mancher fragen, ob die denn noch alle Tassen im Schrank haben, die bei so was mitmachen.
Und er kann sich getrost die Obelix-Antwort geben: Die spinnen die Twitterer!
Und das macht das Ganze wieder so sympathisch. Über die Website: http://www.tichteln.de kann man sich zum twichteln anmelden und erhält am 07.12.09 den zu beschenkenden Twitterer zugeteilt. Nun kann man sich über die Timeline der Person ein bisschen informieren und herausfinden, was denn zu ihm/ihr passen würde, das ist in jedem Falle spannend und macht Spaß.
Jedenfalls denjenigen, die in virtuellen Netzwerken zu hause sind und die jeweiligen Netzwerker genauso ernst nehmen wie ihre realen Kommunikationspartner.
Das virtuelle wichteln ist für mich ein weiteres Zeichen, dass es ganz schön "menschelt" im Web 2.0 und das ist auch gut so. Und deshalb mache auch ich mit beim twichteln via Twitter.
Mehr übers wichteln können sie hier erfahren.
Wer twittert und mehr zum twichteln wissen möchte ist dagegen hier richtig.
Ich twittere unter targetfinder und freue mich, wenn Sie mir folgen.